Heimnetzwerk erweitern mit dLAN / Powerline

kostenlose Bild von pixabay.com„Der Strom kommt aus der Steckdose.“ – „Das LAN auch!“

Obwohl wir beim Neubau unseres Hauses für fast jedes Zimmer eine LAN-Verbindung vorgesehen haben, ist es doch in der Praxis so, dass diese Dose immer an der falschen Stelle ist oder eben ein Anschluss nicht genügt.
In der Praxis ist es auch so, dass WLAN-Verbindungen meist nicht ausreichen, um größere Datenmengen schnell und zuverlässig zu übertragen.

Um dieses Problem zu lösen habe ich seit einigen Jahren Powerline-Adapter der Firma TP-Link im Einsatz, genauer:
Das und die TP-LINK TL-PA2010PKIT Nano Powerline-Netzwerkadapter (mit integrierter Steckdose).
Leider waren diese tatsächlich immer wieder sehr anfällig, stellten den Dienst ein und mussten durch Aus- und Einstecken reanimiert werden.
Eine der neuralgischen Stellen war eine Gigablue IP-Box, die über das Netzwerk den SAT-Tuner der im Wohnzimmer stehenden Gigablue HD Quad-Box nutzt.
Die Gigablue IP-Box wurde selten genutzt, so dass der Ausfall immer dann auftrat, wenn wir in diesem Raum mal Fernsehen wollten. Man lebte halt damit.

Nachdem bei diesen die Bandbreite auf maximal 200 Mbit/s begrenzt war, musste für die Erweiterung unseres Heimnetzes um SAT>IP eine aktuellere Lösung Einzug halten.
Meine Wahl fiel auf das devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit Powerline.


Von Kollegen hatte ich schon gehört, dass die aktuelle Produktreihe (und auch die Vorgänger) sehr intuitiv zu bedienen und auch sehr zuverlässig und stabil sind.

Spannend war, dass ich keine verlässlichen Aussagen im Web oder auch beim Saturn-Verkäufer bekommen habe, ob das neue Set – welches das „führende System“ sein sollte – auch mit dem „alten“ TP-Link-System bei mir zu Hause zusammenarbeiten oder zumindest parallel dazu im gleichen Stromkreis betrieben werden können.

Für die Nachwelt, mich selbst und Google also:
Hier also mein Erfahrungsbericht zur expliziten Kombi TP-Link AV200 (HomePlug-AV-Standard mit 200 Mbit/s) und devolo dLAN 1200+ (bis zu 1200 Mbit/s)

Das Fazit vorab: Ja, es geht! Sogar mit den „Pair“-Tasten.

Meine Vorgehensweise war nach Anleitung von Devolo:

  • Ein 1.200er „Einspeiser“ an der Fritz Box speist das Signal ins Stromnetz ein – also: anstecken und LAN-Kabel von Fritz Box in den „Einspeiser“ anstecken (ist eines im Lieferumfang dabei“.
  • Alle weiteren 1.200er Geräte ebenfalls im Haus anstecken (bei den WLAN-Adaptern ca. 1 Minute warten, bis diese auch gebootet haben)
    Ich habe das (entgegen der Anleitung) an einer Mehrfachsteckdose neben dem Laptop gemacht. Damit entfällt das hektische Herumrennen in Obergeschoss, Erdgeschoss und Keller 🙂
  • Pair-Knopf am „Einspeiser“ drücken und innerhalb von 2 Minuten ebenfalls an allen weiteren 1.200er-Geräten (bei den WLAN-Adaptern auf das „Haus“-Symbol drücken.

Soweit so einfach und gut.
Kontrollieren kann man das Setup schön im Devolo-Cockpit, das meiner Meinung nach sehr benutzerfreundlich ist.
Hier kann man den Geräten auch Namen geben wie „Einspeiser“, „Wohnzimmer“ oder so.
Zudem erkennt das Cockpit auch, wenn für eines der angeschlossenen dLAN-Geräte ein Firmware Update zur Verfügung steht und bietet das Update aller Komponenten an – was dankend angenommen habe.

Nun zum Einbinden der „alten“ AV200-Geräte von TP-Link:

  • TP-Link-Stecker in Steckdose stecken
    Ich habe einen nach dem anderen so angelernt, vielleicht wäre es auch mit allen gleichzeitig gegangen.
  • Pair-Taste am „Einspeiser“ gedrückt.
  • Innerhalb von zwei Minuten die Pair-Taste am TP-Link drücken.
  • Fertig!

Die Stecker werden sogar im Devolo-Cockpit angezeigt, allerdings können diesen hier keine Namen vergeben werden. Dies könnte in der TP-Link-Software  funktionieren, habe ich aber nicht getestet.

Auffällig war, dass die Internet-Verbindung sofort funktionierte, UPnP aber nicht so richtig funktionierte. So konnte ich an dem „alten“ TP-Link-Stecker mit meinem Samsung-TV zwar problemlos Amazon Prime aufrufen und anschauen, weder meine Synology-Diskstation noch die Fritz Box wurden aber als Media Server erkannt.
Da ich genug 1.200er-Geräte habe, habe ich dies jedoch nicht weiter verfolgt. Möglicherweise hilft hier noch ein komplettes zurücksetzen der TP-Link-Stecker auf Werkszustand. An Stellen, an denen es also nur auf eine Internetverbindung ankommt könnten die alten Stecker noch gute Dienste verrichten.

Ich hoffe, dieser Artikel hat Dir geholfen, wenn Du schon hier gelandet bist. Über einen Kommentar würde ich mich freuen.

Danke an dieser Stelle an die Seiten
IBSE-fehse.de und Tutsi.de die mir beim Einstieg in das Thema und der Einrichtung eine Hilfe waren.

 

Blue Ray oder DVD-Backup erstellen – Schritt für Schritt vom Silberling auf NAS und iPad

In letzter Zeit hat mich mal wieder ein altes Thema eingeholt, mit dem ich mich länger nicht beschäftigt habe. Es geht um das Sichern von DVDs oder BlueRays auf meine Synology NAS (DS215j).

Nach einiger Zeit mit einem Netgear ReadyNAS  Duo, in Summe 3 kaputten Festplatten und der Gewissheit, dass es offenbar auch benutzerfreundlicher geht (in der Arbeit haben wir eine Synology NAS), bin ich umgestiegen. Die DS215j läuft sehr zuverlässig, ist intuitiv über das Webinterface bedienbar und im Zusammenspiel mit meinen restlichen Geräten zu Hause und den Apps von unterwegs echt angenehm.

Insbesondere sehe ich mir gerne auf www.onlinetvrecorder.com aufgenommene TV-Sendungen an, die ich mit der Download Extension auf das NAS hole. Das klappt hervorragend.

Da der Aufruf über meine TVs sehr bequem funktioniert, habe ich in den letzten Wochen begonnen, meine DVDs auch zu digitalisieren und auf der NAS abzulegen.

Ich habe dazu einige Tools ausprobiert und bin irgendwie

„Blue Ray oder DVD-Backup erstellen – Schritt für Schritt vom Silberling auf NAS und iPad“ weiterlesen

Kabel Deutschland – bin geheilt

kabelSo, das war´s dann wohl endgültig für mich mit Kabel Deutschland.

Viele Jahre hab ich eine erneute Geschäftsbeziehung vermieden, da wir schlechte Erfahrungen bei der Kündigung des Kabelfernsehanschlusses gemacht haben.
Und dann kamen die Mails, dass Kabel Deutschland jetzt zu Vodafone (wo wir unseren ISDN-/DSL-Anschluss haben) gehört.

Zitat: Kabel-Produkte zum Vodafone-Service.
Gut, mit dem war ich bisher zufrieden. Aber Kabel Deutschland? „Kabel Deutschland – bin geheilt“ weiterlesen

Die Datenzentrale für daheim – ein NAS von Netgear

Ich habe keinen „festen“ PC zu Hause. Mein alter Desktop-PC ist geschätzt aus dem Jahre 2005 und war mal ein Lidl-PC. Seit dem habe ich mir im Rahmen der technischen Erneuerungen bei uns zu Hause immer nur Laptops zugelegt, da diese meinen Ansprüchen voll genügen: Surfen, Mailen, mal ein bisschen PHP-Coden, das ein oder andere Video konvertieren und mal mit Photoshop ein paar Bilder bearbeiten.

Aber damit kam zwangsläufig eine Frage auf: Wohin mit den ganzen Daten, die nicht durch einen Festplattencrash verschwinden dürfen? Temporär lagerte alles immer auf der jeweiligen Datenpartition der Notebookfestplatte, und von Zeit zu Zeit habe ich (meist in sehr langen Zeitabständen) mit PureSync das ganze auf eine externe USB-Platte gesynct. Aber das war auf Dauer keine Lösung. Wer einmal aus einer defekten Partition 2-3 Jahre Bilder und Dokumente wiederhergestellt hat, weiss, was ich meine.

Die Lösung kam eher zufällig, als ich beim Durchblättern einer CT-Ausgabe die Werbung von Netgear für das ReadyNAS Duo RND2110. Der Preis war OK, 1TB Speicher für € 209,-. Ein bisschen Streaming, zentrale Datenhaltung für MP3, Fotos, Dokumente und sonstige Files. Und zudem hat Netgear gerade eine Werbeaktion, in der sie eine zweite 1TB-Platte bei Kauf bis 31.3.2011 dazu schenken. Bei meinen Recherchen im Netz stiess ich zwar auf einige Meckereinträge, dass die Platte erst nach 3-6 Wochen statt den versprochenen 2 Wochen kommt, aber das ist mir relativ egal. Sicher sollten Unternehmen dieser Größe bei solchen Aktionen ihre Versprechen einhalten, aber hey – mir sind da 2 Wochen mehr oder weniger nicht wichtig.

In den sonstigen Erfarhungsberichten las ich:

  • Läuft zuverlässig
  • Nicht der Porsche unter den NAS, aber für Video- und Musik-Streaming ausreichend
  • Leise (nach den 30 Sekunden taifun-artigem Getöse nach dem ersten Einschalten)
  • Backup-Funktion auf externe USB 2.0-Platte

Also am 29.1. bei Amazon bestellt, am 1.2. war das NAS da.

Meine Erfahrungen bisher:

  • Läuft zuverlässig ohne Abstürze
  • Einbau 2. Platte problemlos
  • Streaming von MP3, MPEG2- und MP4-Videos (in SD-Auflösung) über WLAN mit 54 MBit ohne Probleme
    HD-Streaming habe ich noch nicht probiert

Kurzum: Bisher habe ich den kauf nicht bereut, die Anschaffung hat sich gelohnt. Mit meinem Equipment fungiert das ReadyNAS Duo gut als Medien- und Streamingserver. Für die DLNA- und Streaming-Interessierten oder Laien (wie mich) hier mein Equipment, das ohne Probleme auf das NAS zugreifen kann: iPhone 3GS, iPad, Windows Media Player, LG Flatscreen (LG47LD650).